Marketingleiter (CMOs) sind laut einer aktuellen Deloitte-Studie zum Thema CMO 2.0 die wichtigsten Treiber der unternehmensinternen Digitalisierung. CMOs verantworten demnach nicht nur zunehmend einen größeren Aufgabenbereich, sondern erhalten auch eine machtvollere Position im Unternehmen.

Die neue Dimension des Jobtitels „CMO 2.0“ geht dabei zugleich mit mehr inhaltlicher Verantwortung und weitaus höheren Anforderungen an die Kernkompetenzen von Marketingverantwortlichen einher. Der Deloitte-Studie zufolge glauben 89% der CMOs, dass sich die Branche und ihr Job durch die Digitalisierung radikal gewandelt haben. 80% gaben an, mit den wachsenden Aufgabenbereichen einem immer stärker werdenden Erfolgsdruck ausgesetzt zu sein.

Digitale Transformation impliziert schließlich weitaus mehr als die bloße digitale Aufbereitung von Arbeitsprozessen: Neue Technologien müssen gewinnbringend eingesetzt werden. Waren in der Vergangenheit in der B2B-Branche insbesondere traditionelle Kommunikationskanäle wie Print, PR und Messen im Fokus, so müssen CMOs jetzt insbesondere das große Potenzial des gezielt datengetriebenen Marketings, insbesondere im Online-Bereich, für ihr Unternehmen erkennen und verstehen.

Die steigende Komplexität und Anzahl der Marketingkanäle und rapide Entwicklung neuer Technologien verlangen dabei primär eine erhöhte technologische Expertise. Nur wenn die Kampagnensteuerung und Erfolgsmessung technologisch richtig orchestriert werden, kann eine genaue Verbindung zwischen Marketingaktivität, Kundenverhalten und Sales hergestellt werden und der Mehrwert des Marketings für den Unternehmenserfolg bewertet werden.

Der CMO von heute muss genau verstehen, welche Kanäle die meisten Leads generieren und welchen Wertbeitrag jeder Kanal hat. Themen wie Programmatic Advertising, Cross-Channel-Attribution und eine Ansprache mit spezifischen Nachrichten und Werbemitteln je nachdem, wo sich der potentielle Kunde in seiner Kaufentscheidung – und damit im Sales Funnel – befindet, gehören hier zum Grundhandwerkszeug eines jeden Marketingleiters. Organisatorisch muss der CMO entweder ein kollaboratives Verhältnis zwischen Marketing- und IT-Verantwortlichen herstellen oder eigenes Technik-Know How und entsprechende Ressourcen in seinem Team aufbauen.

Auch wenn die durch Digitalisierung entstandenen neudefinierten Anforderungen an CMOs zweifellos groß erscheinen mögen, sind die daraus resultierenden Potenziale und Chancen für Marketingexperten vielversprechend. Sobald CMOs das Multitasking aus digitaler Kommunikation, Kundenverständnis, Strategie und Technologie meistern, können sie mit ihrer Expertise zur Initialzündung des Unternehmenserfolges werden.

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